Geschichte Exkursion Moringen 20182„Jugendkonzentrationslager Moringen? Warum haben wir davon noch nie etwas gehört?“ Zehn ausgewählte Schülerinnen und Schüler der Klasse 9c gingen am ersten Dezemberwochenende auf historische Spurensuche in Moringen. Lange Zeit zählte das ehemalige Jugendkonzentrationslager zu den vergessenen Konzentrationslagern des Dritten Reiches und ist bis heute nicht umfassend aufgearbeitet. Als Lernort öffnete die Gedenkstätte des Jugendkonzentrationslagers ihre Türen und stand den jungen Geschichtsforschern als Lernbegleiter mit Rat und Unterstützung zur Seite.

 

Im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten wollen die Schüler mit diesem spannenden Projekt zur Aufklärung der vergessenen Schicksale verfolgter Jugendlichen im Nationalsozialismus beitragen und anderen von den Geschehnissen berichten. Ein erster Anhaltspunkt war der Jugendfriedhof in Moringen. Hier wurden vor Kriegsende 55 Jungen verscharrt. Der Moringer Ex-Pastor Haardt stieß in den 1970er Jahren als erster über die registrierten Gräber auf die hinterlassenen Spuren des damaligen Lagers, mit dem die Schüler im Zeitzeugeninterview ins Gespräch kamen. Im Gedenken an die jugendlichen Opfer des Nationalsozialismus legten die Schülerinnen und Schüler im Namen des Ulf-Merbold-Gymnasiums als symbolischen Akt gemeinsam einen Kranz nieder.